Phantomlohn und das Entstehungsprinzip in der Sozialversicherung

Aktueller Schwerpunkt in der Sozialversicherungsprüfung – Umfangreiche Nachforderung von Beiträgen

Gunther Schwanke Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht
Christian Beck Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachgebiete
95,00
zzgl. der zum Leistungszeitpunkt geltenden MwSt.

Termine

Kursziele

1. Einleitung
2. Beitragsansprüche der Versicherungsträger in der Sozialversicherung
3. Nacherhebung von Sozialversicherungsbeiträgen
4. Phantomlohn – Praxisrelevante Fallgruppen
5. Phantomlohn und Minijob
6. Strafbarkeit und Haftung

Kursdetail

Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf Vergütung seiner Arbeitsleistung. Die Höhe der Vergütung kann dabei z.B. aus dem Arbeitsvertrag oder einem Tarifvertrag folgen. Sofern nicht ausnahmsweise Versicherungsfreiheit gegeben ist, z. B. bei einer geringfügigen Beschäftigung, unterliegt das Arbeitsentgelt der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Sozialversicherung. Anders als im Lohnsteuerrecht, gilt hier überwiegend das sog. Entstehungsprinzip. Danach werden Beiträge auf das Arbeitsentgelt bereits dann fällig, wenn der Anspruch des Arbeitnehmers entstanden ist, unabhängig von der tatsächlichen Bezahlung. Bleibt die vom Arbeitgeber gezahlte Vergütung hinter dem Anspruch des Arbeitnehmers zurück, spricht man vom sog. „Phantomlohn“, aus dem der Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge schuldet. Stellt die Sozialversicherung bei ihrer Prüfung Phantomlohn fest, steht den Sozialversicherungsträgern ein – oft erheblicher – Nachzahlungsanspruch zu.

Nicht erst seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns stellt die Feststellung des Phantomlohns einen Schwerpunkt in der Sozialversicherungsprüfung dar. Oftmals werden dabei auch Minijobs in versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse umqualifiziert und es droht eine erhebliche Nachzahlung für den Arbeitgeber. In der jüngsten Vergangenheit wurden Beiträge aus Phantomlohn insbesondere dann nachgefordert, wenn Arbeitgeber von den zwingenden Vorschriften beim Urlaubsentgelt oder der Entgeltfortzahlung abgewichen haben.

Das Seminar stellt den Begriff des Phantomlohns und das im Sozialversicherungsrecht geltende Entstehungsprinzip vor und zeigt andauernde und besonders aktuelle Risiken in der Sozialversicherungsprüfung auf. Dabei wird auch auf die – derzeit besonders relevante – korrekte Berechnung des Urlaubsentgelts und der Entgeltfortzahlung eingegangen.

Über die Referenten

Gunther Schwanke

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Seit zehn Jahren bin ich als Rechtsanwalt tätig und seit fünf Jahren als Fachanwalt für Arbeitsrecht. Seit Beginn meiner Tätigkeit habe ich mich auf das Arbeitsrecht sowie das Lohnsteuer- und Sozialversicherungsrecht spezialisiert. Seit zehn Jahren bin ich zudem als Referent bei Online- und Präsenzseminaren sowie als Autor für Fachliteratur tätig. Diese Erfahrung ermöglicht es mir, Ihnen die teils komplexen arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Themen praxisnah zu präsentieren.

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Christian Beck

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Ich bin Arbeitsrechtler durch und durch und machte mein Hobby zum Beruf. Als Fachanwalt für Arbeitsrecht berate ich Unternehmen in allen Fragen des Beschäftigungsverhältnisses und verhandle mit Interessenvertretungen und Gewerkschaften. Als Referent und Autor darf ich seit über 15 Jahren mein Wissen und meine Praxiserfahrung in zahlreichen Seminaren und Veröffentlichungen an Berufsträger und Lohnabrechner, aber auch an Geschäftsführer, Personalverantwortliche und Führungskräfte weitergeben.

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